Ein Testament errichten – gewusst wie!

Nach dem Erbfall ist Streit häufig vorprogrammiert. Dies vor allen Dingen, wenn der Erblasser nicht selbst zeitlebens für den Erbfall vorgesorgt hat, etwa durch eine testamentarische Verfügung. Deshalb ist es für jeden ratsam, die Nachfolgeplanung rechtzeitig vorzunehmen.

Ohne testamentarische Regelung gilt die sogenannte gesetzliche Erbfolge. Dafür werden die Erben in drei Ordnungen aufgeteilt. Zu ersten Ordnung gehören die Abkömmlinge, d. h. Kinder und Enkel des Erblassers. Zur zweiten Ordnung gehören die Eltern bzw. Geschwister, Neffen und Nichten des Erblassers und zur dritten Ordnung die Großeltern, Onkeln und Tanten. Neben den nächsten Verwandten erbt regelmäßig auch der Ehegatte.

Ein Testament ist aber nur dann wirksam, wenn es vom Erblasser eigenhandschriftlich verfasst und unterschrieben wurde. Dabei ist wichtig, dass das Testament auch als solches für Außenstehende erkennbar ist. Die bedachten Personen sollten möglichst exakt mit Vor- und Zunamen und zumindest dem Geburtsdatum bezeichnet sein.

Es besteht auch die Möglichkeit ein Testament vor dem Notar „öffentlich“ errichten zu lassen. Die Kosten richten sich dabei nach dem Wert des Nachlasses. Der entscheidende Vorteil eines notariellen Testaments ist, dass für die Beratung keine zusätzlichen Gebühren anfallen und den Erben die Gebühr für den Erbschein, die sich regelmäßig in selbigem Rahmen wie die Gebühr für das öffentliche Testament verhält, erspart werden kann.

Ist das Testament errichtet, sollte es regelmäßig auf Aktualität überprüft werden. Änderungen können jederzeit erfolgen, sei es durch eine Ergänzung des errichteten Testaments oder sei es durch den Widerruf des errichteten Testaments und eine Neuerrichtung.